Der Libanon oder wie er offiziell heißt, die Libanesische Republik, ist ein Staat in Vorderasien. Im Süden grenzt das Land an Israel, im Norden und Osten an Syrien. Die westliche Grenze bildet die Küste des Mittelmeers. Der Libanon hat eine Fläche von knapp 10.500 Quadratkilometern und eine geschätzte Einwohnerzahl von knapp 4 Millionen Menschen. Die Hauptstadt ist Beirut mit geschätzten 2 Millionen Einwohnern. Andere bedeutende Städte sind Tripoli, Tyrus und Sidon. Die Währung im Land ist das libanesische Pfund. Auch US-Dollars werden akzeptiert. Deutsche Reisende benötigen zur Einreise einen mindestens noch 6 Monate gültigen Reisepass und ein Visum. Im Libanon leben Muslime und Christen der unterschiedlichsten Konfessionen zusammen. Trotzdem ist es ein arabisches Land.
Wegen der allgemeinen Situation ist der Libanon immer noch kein Reiseland, obwohl es viele Sehenswürdigkeiten aus der Antike und dem Mittelalter gibt. Die Sicherheitslage hat sich seit dem Ende des 2. Libanonkriegs 2006 zwar entspannt, trotzdem gibt das deutsche Auswärtige Amt immer noch Reisewarnungen für Teile des Landes, besonders den Norden und den Süden, heraus. Wenn man eine Reise in den Libanon beabsichtigt, sollte man sich vorher genau über die örtliche Lage informieren. Außerdem sollte man mit seinem Verhalten auf die Sitten der Einheimischen Rücksicht nehmen, z. B. kein Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit und dezente Kleidung für Frauen. Die Einfuhr von Drogen und pornografischen Materialien ist verboten und wird streng bestraft. Dasselbe gilt auch für Homosexualität. Im Libanon gibt es viele Feiertage. Da die Bevölkerung gemischt ist, werden sowohl christliche als auch muslimische Feiertage begangen.
Lohnenswerte Besichtigungsziele im Libanon sind Baalbek, die antike Stadt Byblos, Tyros und Sidon, die Jeita-Grotten und Ziele in der Umgebung Beiruts. Diese Ziele können im Allgemeinen ohne Probleme besucht werden. Außerhalb Beiruts gibt es kaum touristische Infrastrukturen. Die öffentlichen Verkehrsmittel bestehen nur aus Sammeltaxis und einigen wenigen Bussen, von deren Benutzung abgeraten wird, da schon mehrmals ausländische Reisende darin ausgeraubt worden sind. Von der Benutzung eines Mietwagens wird abgeraten, da der Fahrstil der Einheimischen sehr rücksichtslos ist und Verkehrsregeln bloß auf dem Papier existieren. Am besten ist es, wenn man sich, auch für Überlandfahrten, ein Taxi nimmt. Die Taxen haben feste Preise je nach Zielort.