Länderinformationen

Die Welt ist groß und bunt. Wenn man aufgeschlossen ist, gibt es überall Neues zu entdecken, andere Kulturen, Sitten und Gebräuche kennenzulernen: Es heißt nicht umsonst, dass Reisen bildet. Das stimmt aber nur dann, wenn man auch bereit ist, fremde Kulturen so zu akzeptieren, wie sie sind und nicht gleich von vornherein mit der Einstellung anreist, die eigene Lebensart sei die einzig richtige und selig machende, getreu dem Spruch “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.”

Als Tourist in einem fremden Land sollte man nicht davor zurückscheuen, sich auch mal auf eigene Faust unter das Volk zu mischen und seinen Urlaubsort ohne Reisebegleitung oder geführte Tour zu erkunden. Es gibt keine bessere Gelegenheit, ein anderes Volk und eine andere Kultur zu erkunden. Mit etwas Vorbereitung kann man gar nicht so viel falsch machen. Da heutzutage ja fast jeder Internet und einen PC oder Laptop zu Hause hat, ist es ein leichtes, sich wenigstens grundlegende Informationen über sein Reiseziel zu holen. Allgemein kommt es bei den meisten Einheimischen gut an, wenn man höflich und mit Respekt auftritt und beispielsweise nicht einfach die Einheimischen wie wild abfotografiert, ohne wenigstens vorher um Erlaubnis zu fragen. Es ist auch nicht sehr hilfreich, wenn man laut abfällige Bemerkungen über bestimmte Dinge oder Ereignisse macht, die man aus dem einen oder anderen Grund nicht gut findet. Im Ausland sind Deutschkenntnisse weiter verbreitet, als man annehmen möchte und die Chancen sind hoch, dass ein Einheimischer die Bemerkungen versteht und entsprechende negative Reaktionen zeigt. Es macht auch nicht viel Sinn, eine Menge Geld für eine Fernreise auszugeben und im Urlaubsland dann nur im Hotel bei deutschem Essen und deutschen Satellitenfernsehen zu sitzen und Ausflüge nur im geschlossenen Reisebus mit deutscher Reisebegleitung zu machen. So lernt man ein anderes Land selbst nach 10 Reisen noch nicht wirklich kennen.

Was wirklich bei den Einheimischen ankommt und ihre Sympathien gewinnt, ist der Versuch, auf sie einzugehen. Das fängt bereits mit der Sprache an. Natürlich erwartet niemand von einem Touristen z. B. in Korea, dass er fließend die Landesprache beherrscht. Man kann sich aber etwas Mühe geben und wenigstens die jeweiligen Entsprechungen für die Vokabeln “Bitte”, “Danke”, “Guten Tag” und “Auf Wiedersehen” lernen. Damit erntet man zumindest Anerkennung. Etwas Ähnliches gilt fürs Essen. Man hinterlässt keinen guten Eindruck, wenn man eine angebotene Speise von vornherein ablehnt, ohne wenigstens einmal zu kosten. Wer weiß, vielleicht lernt man so eine kulinarische Köstlichkeit kennen, die einem bis dahin unbekannt war. Viele Gerichte, die heute als typisch deutsch gelten, stammen ursprünglich aus anderen Ländern. Die meisten Einheimischen wissen es sehr zu schätzen, wenn man Interesse für ihre Geschichte und Kultur zeigt und sich nicht einfach abwendet oder abfällige Bemerkungen macht. Mit diesen Ratschlägen im Sinn wird der Urlaub bestimmt interessant und anregend werden.